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Baurobotiksystem für automatisiertes Mauern

02/02/26

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/ Grötschel

Unser Bauroboter für Plansteine

Während Roboter in vielen industriellen Bereichen zunehmend menschliche Arbeit ablösen, findet der Einsatz robotergestützter Fertigungssysteme im Bauwesen bisher nur sehr vereinzelt statt. Besonders der Hochbau ist geprägt durch einen großen Anteil an manuellen und handwerklichen Tätigkeiten. Steigende Lohnkosten und Fachkräftemangel gehören zu den Hauptgründen für stetig wachsende Baukosten sowie Verzögerungen und Verspätungen im Bauablauf.

Eine der am schwersten zu besetzenden Positionen im Baugewerbe ist der Beruf des Maurers. In den letzten 25 Jahren ist die Zahl der Auszubildenden im Maurerhandwerk um 75 % zurückgegangen. Zeitgleich führt die körperlich schwere Arbeit dazu, dass mehr als die Hälfte der berufstätigen Maurer wegen verminderter Leistungsfähigkeit vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheidet. Mittlerweile bleiben viele Stellen unbesetzt. Der jetzt schon vorherrschende Fachkräftemangel wird sich in den nächsten Jahren durch den demografischen Wandel weiter verstärken. Für die betroffenen Bauunternehmen ergibt sich hieraus zunehmend der Druck, ihre Arbeitsprozesse zu automatisieren und die Arbeiter zu entlasten. Das größte Problem hierbei ist das Fehlen marktfähiger, technischer Lösungen zum automatisierten Mauern. Die Grötschel GmbH und die Professur für Baumaschinen an der Technischen Universität Dresden wollen deshalb gemeinsam im beantragten Vorhaben ein Baurobotiksystem zur automatisierten Erstellung von Mauerwerk entwickeln.

Das geplante Vorhaben zielt auf die Entwicklung eines praxistauglichen Bauroboters zur automatisierten Erstellung von Mauerwerk aus Plansteinen und Planelementen basierend auf z. B. Porenbeton, Ton, Kalksandstein und Leichtbeton ab. Das innovative Maschinenkonzept unseres WallBot® basiert auf einem ganzheitlichen Lösungsansatz, welcher eine die Arbeitsschritte Einmessen, Zuschneiden, Dünnbettmörtel auftragen und Verlegen der Steine einschließlich Qualitätskontrolle automatisiert vorsieht. Dadurch können die erforderliche Bauzeit um mehr als 40 % und der notwendige Personaleinsatz bis zu 80 % reduziert werden. Die geplante Lösung soll neben gleichbleibender Qualität bei hoher Produktions­leistung eine Entlastung der Beschäftigten von langfristig schädigenden Arbeiten bringen.

Projektträger: SAB

Laufzeit: 01.02.2026 – 31.10.2026

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